Montag, 3. September 2012

Gehts überhaupt noch ohne Google?

Ich habe mal zur Serie Revolution mal einen Post verfasst (übrigens habe ich mich bis dato immernoch nicht drum gekümmert ob die Serie schon angelaufen ist...).
Ich glaube wenn man einen Prequel dazu drehen würde, wäre es ein Ausfall von Google.

Google ist mit abstand DIE Seite, an der ich die meisten Informationen über mich selber hinterlasse.

Ich habe meinen Blog bei Google, 2 meiner eMail adressen laufen über google, meine ToDo Liste wird mit Google synchronisiert und nicht zu vergessen, suche ich mit Google (ja sowas geht noch ;) )

Bei meinem letzten Blog hatte ich geschrieben das ich weniger Daten bei Google lassen will, aber entweder habe ich mich zu sehr an Google gewöhnt, oder Google macht einfach nur seine sache WIRKLICH richtig!

Ich benutze z.B. Ecosia als alternative zu google, dennoch erwische ich mich dabei wie jede dritte Suchanafrage von mir dennoch über Google geführt wird, da mir Ecosia nicht die gewünschten Antworten liefert.

Das für mich weitaus größere Problem war Google nur ein Konto für emails zu überlassen und nen 2ten eMail Account woandershin zu verlegen. Auch hier stelle ich mir immer wieder die Frage: Wie machen das andere? Ich habe es mit Yahoo versucht (neben Google scheinbar die beliebteste Adresse in sachen eMails) und ich frage mich WIESO? Und ich weiß ich werde mich öfters wiederholen, aber hat auch hier Google als einziger Anbieter mitgedacht was "Benutzerfreundlichkeit" heißt oder bin ich einfach nur zu sehr dran gewöhnt?

Bevor ich weitermache halte ich mich einfach kurzum, seinen "Digitalen Fingerabdruck" im Internet möglichst "schwammig" zu halten ist heutzutage ein Ding der unmöglichkeit oder ich bin selber zu sehr Google infiziert.

Die einzigen Dienste die Google meiner Meinung nach nicht besser macht als die Konkurrenz sind bisher:

- Foursquare anstelle von Google Latitude
- Evernote anstelle von Google Docs
- Dropbox anstele von Google Drive

Es ist an und für sich interessant wie sehr man sich an gewisse Dinge gewöhnt wenn man diese seit Jahren benutzt. Vlt. ist es ein wenig hängengebliebene "90er Jahre Akte X Paranoia", aber der Versuch von Google ein wenig weg zu kommen hat mir einige alte vergessene Grundsätze wieder in den Kopf gerufen als auch einiges klar werden lassen, als mir auch einige Fragen aufgeworfen...

Wie weit möchte ich z.B. im Internet gefunden werden?
Durch meine IHK Ausbildung bin ich im System eingetragen und somit automatisch Online auffindbar. Kundenkommunikation auch mal über Facebook etc. zu betreiben ist heutzutage schon fast garnicht mehr weg zu denken.

Wie Privat möchte ich als Person des öffentlichen Lebens sein? Und was noch viel wichtiger ist, wie meistere ich dieses Problem?

Auch dies stellt für mich gewisse, man könnte schon fast "Ethnische" Schwierigkeiten dar.
Nehmen wir z.B. Google+.
Zwar ist G+ noch ein kaum genutzter (und bei meinen Kunden alleine schon ein ungenutzter) Dienst, aber wie das ganze trennen? Sollte ich z.B. jemals in diesem Blog etwas privates Schreiben, sollte das dann unter meinen richtigen Namen oder unter meinem Pseudonym stehen? Würden überhaupt Kunden über meinen Blog stolpern wenn hier plötzlich mein richtiger Name stehen würde? Welche Konsequenzen hat das für mich?
Bin ich denn gleich ein Schwerverbrecher, wenn ich nicht auf meinen Öffentlichen Facebook Profil Fotos habe wie ich mich mal gut gehen lasse, sondern nur ein einziges Bild von mir drinne ist um somit zu verhindern das potentielle Arbeitgeber mich einstellen?


Wie schaut es bei euch aus?
Besitzt ihr auch "mehrere" Accounts auf der selben Webseite mit richtigem Namen und Pseudonym?

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